Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie

Immer mehr Menschen klagen über unklare Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur oder der Zähne selbst. Sie leiden unter einer sogenanten Craniomandibulären Dysfunktion (CMD).
Bei den Symptomen handelt es sich oft um eine Kombination von stechenden oder diffus ausstrahlenden Schmerzen im Bereich der
Gelenke und Muskeln, Verspannungen, Mundöffnungseinschränkungen, Kopfschmerzen, Tinnitus, Sensibilitätseinschränkungen im Gesicht, druck- und temperaturempfindlichen Zähnen, Schwindel, Zahnfleischrückgang, Schäden an der Zahnhartsubstanz um nur die häufigsten zu nennen.

Die Gründe für das Auftreten solcher Beschwerden reichen von psychichen Faktoren wie z.B. Stress oder Depressionen über Zahnfehlstellungen, was zu Zähneknirschen führen kann, bis hin zu systemischen Erkrankungen wie z.B. Erkrankungen aus dem Rheumatischen Formenkreis oder orthopädischen Krankheitsbildern.

Die Aufgabe der Funktionsdiagnostik ist es die Ursache der Beschwerden zu untersuchen. Dazu bediet sie sich verschiedener Methoden wir z.B. der klinischen oder der instrumentellen Funktionsanalyse, der manuellen Strukturanalyse, Röntgenuntersuchungen oder wenn notwendig weiteren bildgebenden Verfahren wie z.B. der Magnetresonanzthomographie (MRT) oder der Gelenkspiegelung (Arthroskopie).

Die Funktionsdiagnostik ist leider kein Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten müssen daher vom Patienten selbst getragen werden.

Zur Therapie stehen wiederum verschiedene Mittel zur Verfügung. Das einfachste ist die Schienentherapie. Dabei wird eine Kunststoffschiene, die je nach Beschwerdebild gestaltet werden kann angefertigt und z.B. von Patienten, die in der Nacht mit den Zähnen knirschen, getragen.
Die Schienentherapie kann sinnvoll mit Physiotherapie kombiniert werden. Dabei arbeiten Zahnarzt und Physiotherapeut eng zusammen.
Mit sehr guten Erfolgen.
Im Akutphasen kann auch medikamentös mit muskelrelaxierenden, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten therapiert werden.
Liegt die Ursache der CMD in Zahnfehlstellungen oder fehlerhaftem Zahnersatz, so können Zahnkorrekturen oder neuer Zahnersatz zur Behandlung eingesetzt werden. Bei extremen Zahn- oder Kieferfehlstellung nötigenfalls nach kieferothopädischer oder kieferchirurgischer Vorbehandlung.

Die CMD ist eine komplexe, meist aus mehreren Ursachen und Symptomen zusammengesetzte Erkrankung.

Wenn Sie fragen zur CMD, Funktiondiagnostik oder Funktionstherapie haben sprechen Sie uns einfach an. Wir helfen Ihnen gerne!